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Die Bildung im Ausland bleibt für Tausende Bulgaren der Schlüssel zum Erfolg

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Die restriktiven Maßnahmen in der ganzen Welt, um die Ausbreitung von Covid-19 zu begrenzen, haben Millionen Touristen gezwungen, zu Hause zu bleiben. Sie waren aber nicht stark genug, den Willen der Bulgaren zu brechen, im Ausland zu studieren. Für das neue Studienjahr werden es zwischen 5.000 und 5.500 bulgarische Studenten sein, etwa 5% weniger als im Vorjahr. Der Grund für diesen Rückgang ist nicht die Angst vor der Corona-Seuche, sondern die geringere Zahl der Abiturienten in diesem Jahr.

Zu den bevorzugten Bildungsdestinationen der Bulgaren gehören Großbritannien, die Niederlande, Frankreich, Belgien, Dänemark, Deutschland und Schweden. Die meisten von ihnen sind bereits an ihren Studienorten, obwohl die Universitäten in diesem Jahr auch das Online-Studium erlauben.

Der spürbare Rückgang des Interesses für ein Studium in Großbritannien ist damit zu erklären, dass 2020 das letzte Jahr sein wird, in dem die Bedingungen für Studenten aus der EU unverändert sind. Danach werden auch die bulgarischen Studenten Studiengebühren für Studenten aus Nicht- EU-Staaten zahlen müssen.


1.200 bulgarische Studenten werden in diesem Jahr an Universitäten in Großbritannien studieren. Zu den beliebtesten Studienrichtungen gehören Computerwissenschaften, Mathematik, Biologie und Jura.

Informationen über die Interessen und Erwartungen der bulgarischen Studenten lieferte die größte Beratungsgesellschaft, die zwischen den Studenten und den ausländischen Universitäten vermittelt und zum 17. Mal in Folge die internationale Messe „Bildung im Ausland“ organisiert.

Für Radio Bulgarien gab der Manager der Firma, Nikolaj Hristanow, ein Interview, in dem er bestätigte, dass trotz der Krise für die bulgarischen Familien die gute Bildung ihrer Kinder eine Priorität geblieben ist.

„Die Universitäten haben in diesem Jahr sogar mehr investiert, um durch verschiedene Online-Plattformen eine Bildung mit Qualität anzubieten, ohne die Studiengebühren zu erhöhen“, unterstreicht Nikolaj Hristanow und fügt hinzu, dass die Studenten die angebotenen Mischformen der Ausbildung durch Anwesenheit oder Online schätzen, aber den persönlichen Kontakt mit den Lehrkräften bevorzugen. Business und Wirtschaft seien sehr gefragte Studienrichtungen, weil sie gute Chancen auf eine Realisierung nach dem Studium bieten. Gefragt seien aber auch Psychologie, Designe von Computerspielen, grafisches Designe, Medien und Kommunikationen.

Aufnahmeprüfungen habe es in diesem Jahr nicht gegeben. Die Auswahl sei nach den Leistungen im Abiturzeugnis, außerschulischen Tätigkeiten, Sprachkenntnissen in Deutsch, Englisch und Französisch erfolgt, informierte  Nikolaj Hristow. Den Kandidaten auf ein Auslandsstudium gibt er den Ratschlag, sich so zeitig wie möglich zu entscheiden, welchen Weg sie gehen wollen. Denn für ein Medizinstudium sei es wichtig, verstärkt Biologie und Chemie zu lernen, für Computer Mathematik und Physik.


“Die frühe Entscheidung ist der Schlüssel zum Erfolg. So wird es auch künftig sein“, ist Nikolaj Hristanow überzeugt.

Übersetzung: Georgetta Janewa

Fotos: BGNES


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