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Blickpunkt Balkan

Rumänien plant riskantes Haushaltsdefizit

Rumäniens Ministerpräsident Florin Vasile Cîțu gab bekannt, dass der zur öffentlichen Diskussion gestellte Haushaltsentwurf für 2021 ein Wirtschaftswachstum des BIP von 4,3% und ein Defizit der Staatskasse von 7,15% vorsehe. Das BIP werde voraussichtlich 229 Milliarden Euro betragen und auf dem Niveau von 2020 und 2019 bleiben. Cîțu betonte jedoch, dass die Ausgaben in diesem Zeitraum erheblich gestiegen seien. 2021 werde die Mehrheit der EU-Länder ihre Defizite auf 6% senken, sagte der Ministerpräsident. Das sei eine enorme Bemühung. Rumänien sollte sein bestes geben und Strukturreformen durchführen, appellierte Cîțu. Er bestätigte, dass die Renten wie geplant erhöht werden, dass es aber Kürzungen in anderen sozialen Bereichen geben werde, informierte die BTA.

Türkei plant bis 2023 Kontakt zum Mond

Missionen zum Mond, ein türkischer Raumhafen und ein türkischer Raumflug sind im ehrgeizigen türkischen Raumfahrtprogramm vorgesehen, das von Präsident Recep Tayyip Erdogan angekündigt wurde. Bei einem Treffen mit der 2018 gegründeten türkischen Weltraumbehörde TUA sagte Erdogan, das Land plane, in den nächsten 10 Jahren seinen ersten Kontakt zum Mond aufzunehmen und einen türkischen Astronauten ins All zu schicken. Das nationale Weltraumprogramm werde das Land in eine höhere Liga im globalen Weltraumrennen erheben. Die Türkei öffne seiner Zivilisation, die seit Jahrhunderten an der Spitze von Gerechtigkeit, Moral und Frieden in der Welt stehe, die Tür zu einer Reise in den Himmel, sagte der Erdogan und nannte als vorrangige Aufgabe zum 100. Gründungstag der türkischen Republik  die Herstellung einer Verbindung zum Mond.

Pristina kündigte Eröffnung von Botschaft Kosovos in Jerusalem an

Der israelische Außenminister Gabi Ashkenazi gab bekannt, dass Kosovo eine Erklärung über die Eröffnung einer Botschaft in Jerusalem entsandt und beide Länder am 1. Februar diplomatische Beziehungen hergestellt hätten. Der Premierminister Benjamin Netanyahu kündigte auf seinem Twitter-Account an, dass Kosovo das erste muslimische Land sei, das seine Botschaft nach Jerusalem verlegt habe, berichtete die BTA. In Bezug auf die Nachrichten erklärte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan, dass das Kosovo sowohl ihn als auch die muslimische Welt verraten habe. Die Ankündigung des Kosovo widerspreche dem Völkerrecht und den UN-Resolutionen zum Status von Jerusalem, erklärte der Sprecher des türkischen Außenministeriums Hami Aksoy.

Gasverbindung bis Dimitrovgrad soll bis 2023 stehen

Die serbische Energieministerin Zorana Mihajlovic erwartet, dass bis zum 19. Februar die Ausschreibung für den Bau der Gaspipeline zwischen Nis und Dimitrovgrad veröffentlicht wird und diese Verbindung mit Bulgarien bis 2023 in Betrieb genommen werden könne, informierte die Nachrichtenagentur TANJUG. Die Verbindung mit Bulgarien sei der erste Schritt zur Diversifizierung der Gasversorgung, sagte Mihajlovic. Die Inbetriebnahme der Gaspipeline Balkan Stream bedeute zwar eine Diversifizierung der Strecken, nicht aber der Gasversorger, betonte die Energieministerin. Die Verbindung Nish-Dimitrovgrad sei eine Möglichkeit für Serbien, sich anderen Gaspipelines anzuschließen wie beispielsweise der aus Aserbaidschan, dem Terminal für Flüssiggas in Griechenland oder der neuen Ostmittelmeerpipeline.

Skopje erwartet chinesischen Impfstoff gegen Covid-19

Der Gesundheitsminister von Nordmazedonien, Venko Filipce, unterzeichnete einen Vertrag über die Lieferung von 200.000 Dosen Impfstoff gegen das Coronavirus aus China, berichtete die MIA. Die Sinopharm-Imfung in fertigen Einwegspritzen muss bei einer Temperatur von 2-8 Grad gelagert werden und soll noch in diesem Monat am Flughafen in Skopje eintreffen. Die Impfung werde allen Bürgern zur Verfügung stehen, Vorrang haben Risikogruppen. Die Gesundheitsbehörden wollen in zwei Schichten arbeiten, um die schnelle Impfung zu gewährleisten, gab Filipce bekannt.

1,6 Mio. Albaner haben ihre Heimat verlassen

Das Statistische Institut von Albanien teilte mit, dass die Zahl der im Ausland lebenden albanischen Bürger Ende 2020 1,6 Millionen erreicht habe. Das seien um 600.000 mehr im Vergleich zu den 1,08 Millionen bei der Volkszählung von 2011. Gründe für den Anstieg seien die Wirtschaftskrise von 2008 und die Abschaffung der Visapflicht für die EU im Dezember 2010. Die Auswanderung habe alle Teile der albanischen Gesellschaft betroffen, von den Eliten bis zu den ärmsten und am stärksten marginalisierten Gruppen. Ausgewandert seien Albaner aus allen Regionen, in der letzten Zeit aber vor allem jüngere und besser gebildete, informiert die Nachrichtenagentur BGNES.

Zusammengestellt: Iwo Iwanow

Übersetzung: Georgetta Janewa

Fotos: Facebook/Florin Cîțu, tua.gov.tr, netanyahu.org.il, Facebook/Zorana Mihajlovic, EPA/BGNES

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