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Drei Bärenjungen konnten in den Rhodopen gerettet werden

Foto: moew.government.bg

Das Schicksal von drei verwaisten Bärenjungen, die in den Rhodopen gefunden wurden, hat die Öffentlichkeit in Bulgarien in Atem gehalten und die Herzen unserer Landsleute gerührt. Nach der dritten Rettungsaktion innerhalb von zehn Tagen im Raum Smoljan haben staatliche Experten, die für die Erhaltung der Artenvielfalt zuständig sind, auf einer Arbeitssitzung Maßnahmen besprochen, um künftig solchen Vorfällen vorzubeugen und die geschützte Spezies zu erhalten.

Gleich nachdem die ersten beiden Bärenjungen gefunden wurden, hat man alle ausgestellten Jagdscheine einer Kontrolle unterzogen und sich die Aufzeichnungen der Kameras angesehen, die in der Nähe der Fundstelle angebracht sind. Es wurden jedoch keine Spuren von Wilderei entdeckt. Den

Worten des Direktors des örtlichen Forstunternehmens Ing. Sdrawko Bakalow zufolge sind die Braunbären derzeit in einer aktiven Paarungszeit. Oft kann das Verhalten der Männchen dazu führen, dass die Jungen verstoßen werden, damit das Weibchen wieder empfängnisbereit ist. Die Forstexperten haben nicht aufgehört, auch nach anderen Gründen zu suchen, aber die führende Erklärung bleiben die biologischen Besonderheiten der Art.

Anderer Meinung ist Wladimir Todorow vom Institut für Biodiversität und Ökosystemforschung an der Bulgarischen Akademie der Wissenschaften. Er behauptet, dass die Mütter der Bärenjungen, die in den Rhodopen gefunden wurden, höchstwahrscheinlich Wilddieben zum Opfer gefallen seien. Alle Experten sind sich aber einig, dass die Bärenjungen in freier Wildbahn kaum eine Überlebenschance haben:

„Einerseits ist es gut, dass wir bereits drei kleine Bären gerettet haben. Denn so tragen wir zum Erhalt der Spezies bei. Andererseits sollten die Ursachen analysiert und die Kontrolle verstärkt werden“, sagte die Direktorin des Regionalen Inspektorats für Umwelt und Wasser in Smoljan, Ekaterina Gadschewa, in einem Interview für den BNR. Sie hat auch das Treffen zwischen den Institutionen initiiert. „Nach der jüngsten Rettungsaktion haben sowohl unsere Experten als auch die Kollegen von der Forstwirtschaft Rundgänge organisiert, um das Gelände zu durchforsten. Bislang wurde weder eine tote Bärenmutter noch Anzeichen eines Kampfes, Blutspuren oder etwas Konkretes gefunden, was uns helfen würde, die Umstände zu klären“, so Ekaterina Gadschewa.

Die drei geretteten Bärenjungen sind gesund, etwa 4 Monate alt. Ob sie jedoch von einer Mutter stammen, kann erst durch einen DNA-Test nachgewiesen werden. Sie befinden sich derzeit im Park für Tanzbären in Beliza, wonach sie in ein Rehabilitationszentrum in Griechenland geschickt werden. Dort werden sie auf besondere Weise gefüttert, ohne Kontakt zu Menschen zu haben, um das Futter nicht mit Menschen in Verbindung zu bringen. In etwa einem Jahr werden sie wieder nach Bulgarien zurückgebracht, wo Biodiversitätsexperten sie mit speziellen Halsbändern versehen werden, um zu verfolgen, wie sich die Jungbären an das Leben in der freien Natur gewöhnen.

Übersetzung: Rossiza Radulowa


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