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Bulgarien – eine Station im „Road Trip“ junger Reisender

Einer der größten Vorteile für die EU-Bürger ist die Reisefreiheit im Rahmen der Union. Viele nutzen die Gelegenheit und unternehmen Individual- oder Pauschalreisen. Vor allem junge Menschen zieht es in die Ferne, die sich selten längere Zeit an einem Ort aufhalten; sie beteiligen sich an den verschiedensten Initiativen, tauschen Erfahrungen aus, oder haben ihre Reise einer Sache gewidmet. Das Projekt „Road Trip“ ist eine dieser „Rettungsoasen“, in denen junge Menschen, wenn auch nur für einen Monat, dem Alltag entfliehen können. Die Initiative dazu stammt von der Europäischen Kommission und wurde nunmehr zum zweiten Mal durchgeführt.

Acht Jugendlichen wurde die Möglichkeit geboten, innerhalb von 5 Wochen die verschiedenen europäischen Länder und Völker näher kennenzulernen. Im September besuchten sie in zwei Teams eingeteilt insgesamt 17 Länder und 30 Regionen des Alten Kontinents. Jedes Team hatte zur Aufgabe, Videos zu drehen, die dann vor Publikum vorgestellt werden müssen. Die Reise selbst erfolgte per Auto nach vorgezeichneten zwei Routen. Die eine führte von Schweden bis zu den Kanarischen Inseln und die zweite von Irland bis nach Zypern.

Unter den Mitgliedern des einen Teams entdeckten wir den Namen einer Bulgarin – die gelernte Schauspielerin Dayana Olegova, die speziell für Radio Bulgarien erläuterte, wodurch sich diese Reise von anderen unterschieden habe:

Da das Projekt von der Europäischen Kommission unterstützt wird, hat man für uns überall große Achtung aufgebracht und so konnten wir Orte besuchen, an die gewöhnlich keine Touristen gelangen. Das Publikum für unsere Videos besteht aus jungen Menschen und so enthalten sie keine trockenen Ausführungen und werden nicht langweilig - sie sind kurz und inhaltsreich. Die Videos haben eine Länge zwischen einer und drei Minuten, weil keiner Zeit hat, sich die gleichen Aufnahmen mehrmals anzuschauen. Die Videos verschaffen nicht nur einen kleinen Eindruck von Orten, die wir besucht haben, sondern auch von unseren eignen Gefühlen. Wir, die Reisenden, können nämlich getrost sagen, dass wir uns in diesem einen Monat stark verändert haben. Wir haben viel erlebt, viel gesehen und viele Dinge erfühlt.

Einen der Orte, den Dayana Olegova dank der Reise besuchen konnte, ist der Nationalpark von Doñana in Spanien – eines der letzten Territorien, die vom Pardelluchs bewohnt werden, der zu einer der weltweit am stärksten bedrohten Katzenarten gehört. Dayana wurde sich bewusst, welches Glück die Reiseteilnehmer haben und Orte besuchen können, die für die meisten Menschen unzugänglich sind. Sie haben sogar Aufnahmen von einigen Luchsen machen können, was sich keiner entgehen lassen hat.

Das Projekt „Road Trip“ will nicht nur die Schönheiten und das historische Erbe der verschiedenen Teile Europas zeigen, sondern auch den Menschen verdeutlichen, wie sich die EU-Mitgliedschaft ihrer Länder auf die Entwicklung der Regionen, in denen sie leben, auswirkt. Zwei der Teilnehmer – der zyprische Vlogger Panos und der niederländische Regisseur von Dokumentarfilmen Wijnand, für die Bulgarien die vorletzte Station ihrer Reise nach Zypern war, sind der Ansicht, dass es in jedem Land, das sie besucht haben, beeindruckende wissenschaftliche Forschungsprojekte und ehrgeizige Initiativen gibt, über die es sich lohnt, etwas zu wissen. Bulgarien mache da keine Ausnahme. Die Reisenden hatten die Möglichkeit, sich mit Vertretern führender innovativer Unternehmen Bulgariens zu treffen, die auf dem Balkan und ganz Europa präsent sind. Obwohl die Teilnehmer Tausende Kilometer zurückgelegt haben, hätte keiner von ihnen irgendwelche Probleme gehabt und die ganze Reise sei sehr gut organisiert worden. Panos und Wijnand habe es in Bulgarien sehr gut gefallen. Wijnand war übrigens vordem schon einmal hier und ist besonders von der altehrwürdigen Stadt Weliko Tarnowo, der Hauptstadt Sofia und den gemütlichen Städtchen Bansko und Melnik beeindruckt, die er vor drei Monaten bei einer anderen Reise bereits kennenlernen konnte.

Übersetzung und Redaktion: Wladimir Wladimirow

Fotos: roadtriproject.eu

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