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Covid-19 in Bulgarien: Tag 102

Foto: BGNES

Zahl der Corona-Infektionen steigt

Nach Angaben des Einheitlichen Informationsportals für Covid-19 in Bulgarien, Stand 0 Uhr Ortszeit am 17. Juni, wurden in den vorangegangenen 24 Stunden im Bulgarien 112 neue Corona-Fälle diagnostiziert; durchgeführt wurden etwas mehr als 2.000 Tests. Weitere 5 Patienten sind an den Folgen der Corona-Seuche gestorben; 33 sind als genesen entlassen worden. Als Grund für die gestiegene Zahl der Neuinfektionen wird das Wiederaufflammen der Infektion im Dorf Bukowlak und im Roma-Viertel „Istok“ in Kjustendil angegeben, in denen bis zum 30. Juni besondere Einschränkungsmaßnahmen gelten werden.

36jährige Frau nach 41 Tagen Intensivstation genesen

Der Fall stammt aus dem Krankenhaus in Haskowo. Die Leiterin der Regionalen Gesundheitsinspektion Dr. Soja Dimitrowa teilte mit, dass die betreffende Patientin die Krankheit überwunden habe und unter 14tägige Quarantäne gestellt worden sei. Danach solle sie erneut getestet werden. Die junge Frau war am 26. April mit einem Flug aus den Niederlanden nach Bulgarien zurückgekehrt, wo eine Covid-19-Infektion diagnostiziert worden war.

Sozialversicherungsinstitut schließt wegen totaler Desinfizierung

Das Gebäude des Nationalen Sozialversicherungsinstituts in der Hauptstadt Sofia musste wegen einer gründlichen Desinfizierung aller Räume vorübergehend geschlossen werden. Anlass war ein positives Covid-19-Testergebnis eines der Angestellten im Kontaktzentrum. Die Sprechstunden fanden bis um 15.00 Uhr Ortszeit statt, wobei alle Maßnahmen zum individuellen Schutz einschließlich der sozialen Distanz eingehalten wurden.

Kilometer lange Schlangen am Grenzübergang zu Griechenaland „Kulata“

Tausende Menschen, die mit dem Auto nach Griechenland in den Urlaub reisen wollten, gerieten beim Versuch, in das Land einzureisen, in eine Kilometer lange Schlange am Grenzübergangspunkt Kulata-Promachonas. Grund sind die verschärften Kontrollmaßnahmen seitens der griechischen Behörden und die unzureichende Zahl an Grenzbeamten. Die langwierigen Kontrollen gelten auch für Bürger aus EU-Ländern.  Die Lage ist seit dem Dienstag dieser Woche unverändert und hat die Reisenden aufgebracht. Die Autoschlange ist etwa 8 Kilometer lang. Die Schlange der getrennt wartenden LKWs hat ihrerseits eine Länge von 13 Kilometern ereicht. Nähere Einzelheiten finden Sie hier.

Kein Zusatzurlaub für Kinderpflege während Notstand

Die Regierung sieht momentan keinen zusätzlichen bezahlten 20tägigen Urlaub für Eltern vor, die in der Zeit des Notstands ihren Urlaub dazu genutzt haben, um zu Hause ihre Kinder zu beaufsichtigen. Sozialministerin Denitza Satschewa argumentierte, dass eine solche Maßnahme nahezu 700.000 Arbeitnehmer betreffen und über 350 Millionen Lewa (ca. 179 Millionen Euro) kosten würde. Satschewa kündigte jedoch an, dass für diese Bürger andere Maßnahmen geplant seien.

PCR-Test für Kassenpatienten kostenlos

„Es ist gesetzwidrig, wenn als Bedingung für eine Einweisung in ein Krankenhaus oder eine Überweisungen an einen Facharzt ein PCR-Test gestellt wird“, kommentierte Gesundheitsminister Kyrill Ananiew und erließ eine entsprechende Anordnung, um dem entgegenzuwirken. Ananiew warnte, dass die medizinischen Zentren sanktioniert werden, falls weiter diesbezügliche Beschwerden der Patienten eingehen sollten. „Alle krankenversicherten Bürger haben das Recht auf einen Zugang zu den medizinischen Zentren für eine stationäre Behandlung, die von der Krankenkasse übernommen wird“, betonte der Gesundheitsminister und rief die Bürger auf, etwaige Verstöße gegen seine Verordnungen zu melden.

Bulgarien schätzt Finanzpläne der EK positiv ein

Die Regierung stimmte dem Standpunkt Bulgariens zur Teilnahme an der Sitzung des Europäischen Rates zu, die am 19. Juni per Videokonferenz stattfinden soll. Darauf werden die Vorschläge der Europäischen Kommission für den mehrjährigen Finanzrahmen 2021-2027 und für den EU-Wiederaufbauplan in Reaktion auf die Covid-19-Krise erörtert. Bulgarien schätzt den Vorschlag der Europäischen Kommission für ein europäisches Wiederaufbauinstrument als gute Grundlage für Verhandlungen ein, da er den Grundprinzipien für ein ehrgeiziges, fokussiertes und zeitweiliges Instruments entspricht, heißt es in der Entscheidung.

Redaktion: Gergana Mantschewa und das Nachrichtenteam

Übersetzung und Redaktion: Rositza Radulowa, Georgetta Janewa, Wladimir Wladimirow


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