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Der Schlüssel zur erfolgreichen Umgestaltung der Kohlebergbaugebiete liegt bei der kommunalen Verwaltung

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Eine Wirtschaft ohne Netto-Treibhausgasemissionen bis 2050 zu erreichen, sieht der von der Europäischen Kommission ins Leben gerufenen Europäische Grüne Pakt vor, der mit dem Wunsch verbunden ist, den Klimawandel zu stoppen.

Die neue Politik wird sich auf die Wirtschaftssektoren auswirken, die die Umwelt verschmutzen, aber auch auf das öffentliche Leben und das Leben des Einzelnen. Schwierigkeiten warten auf eine Reihe von Branchen, insbesondere Energetik, Verkehr und Landwirtschaft, die den größten Beitrag zur Erzeugung von Treibhausgasen leisten. Experten sagen, dass das Green Deal nicht unbedingt zur Schließung der Wärmekraftwerke führt, die 40% des bulgarischen Energiemixes ausmachen, da sie nicht nur mit Kohle betrieben werden können. Mit Sicherheit werden sie aber die Beschäftigten in diesem Wirtschaftsbereich betreffen.

In der Praxis spielen die lokalen Behörden die Schlüsselrolle beim Übergang der Regionen zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft", sagte Georgi Stefanow vom WWF Bulgarien gegenüber Anna Turlakowa von BNR-Stara Sagora. Die Umweltorganisation wird im Rahmen eines Sonderprogramms des deutschen Bundesministeriums für Umwelt und Wasser für Mittel- und Osteuropa mit 107.000 Euro unterstützt.

Das Ziel ist, innerhalb von 2,5 Jahren einen Bericht über die Schaffung neuer wirtschaftlicher Aktivitäten und Arbeitsplätze in den Kohleregionen im Südwesten und Südosten Bulgariens zu erstellen. Die Analyse soll als Grundlage für die Ausarbeitung eines Plans für einen fairen Übergang zu sauberer Energie für die drei bulgarischen Kohleregionen Bobow Dol, Pernik und Stara Sagora dienen.

Im Herbst soll in Stara Sagora das vierte Treffen im Rahmen eines Fachforums zu diesem Thema stattfinden, an dem Bürgermeister von Kohlebergbauregionen aus 10 europäischen Ländern erwartet werden.

„Es ist sehr wichtig, dass die direkt Betroffenen nach ihren Ängsten und Erwartungen befragt werden“, ist der Umweltschützer kategorisch. „Dass die Menschen ihre Meinung zum Ausdruck bringen können und diese auch berücksichtigt wird, macht ein erfolgreiches Modell aus“, unterstreicht Georgi Stefanow und fügt hinzu, dass für die Regionen im Übergang wirtschaftliche Aktivitäten mit höherer Wertschöpfung ausgewählt werden könnten, was zu einer noch besseren Bezahlung der Menschen führen würde. 

Die entwickelten Pläne für einen fairen Übergang der Kohleregionen wurden auch bei Treffen zwischen den Gewerkschaften und dem Berater PricewaterhouseCoopers erörtert. Ihre Genehmigung durch die Europäische Kommission werde voraussichtlich Ende September erfolgen, teilte der nationale Koordinator von der Gewerkschaft KNSB, Ognjan Atanassow, im Interview von Anna Turlakowa mit.

„Die Präsidenten der Verbände der Bergleute und Energieingenieure sind zufrieden, weil es nicht oft vorkommt, dass, wenn solche Pläne gemacht werden, auch sie gefragt werden. Wichtig ist die aktive Teilnahme der interessierten Parteien wie Gewerkschaften und Kommunen, an diesen Diskussionen", betont Atanasow und fügt hinzu, dass jetzt schon entscheiden werden müsse, was den Bergleuten geboten wird, wenn sie in 15 Jahren ihr Arbeitsfeld räumen müssen. Atanassow kritisiert, dass ein konkreter Plan der Regierung noch aussteht. Er sei aber ausschlaggebend.

Die Gewerkschaften drohen, dass sie keine Schließung von Arbeitsplätzen zulassen werden, wenn nicht vorher klar ist, was mit den Menschen passiert.

Der Schlüssel liegt in den neuen Technologien und der Möglichkeit, sie in den Ländern Mittel- und Osteuropas zu entwickeln. Die Europäische Kommission sollte das berücksichtigen und sicherstellen, dass die neuen Technologien zu uns kommen, die Arbeitsplätze erhalten und die Einkommen gesteigert werden. Das ist ein obligatorischer Bestandteil des Übergangs zu einer neuen Art von Wirtschaft", unterstreicht Atanassow.

Redaktion: Miglena Iwanowa. Benutzt wurden Interviews von BNR-Stara Sagora.

Übersetzung: Georgetta Janewa

Fotos: Archiv/BGNES

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