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Blickpunkt Balkan

Rumänische Gasförderung im Schwarzen Meer verzögert sich

Black Sea Oil & Gas-BSOG will im zweiten Quartal 2022 mit der Förderung von Erdgas aus dem rumänischen Schelf beginnen. Das Projekt verzögere sich, gab Firmenchef Mark Beacom bekannt und warnte davor, dass das Fehlen angemessener Gesetze zur Gasförderung die Investitionen untergrabe, berichtete AGERPRES. BSOG hatte ursprünglich vor, mit der Gasförderung im Schwarzen Meer im November 2021 zu beginnen. Die Regierung in Bukarest hatte wiederholt versprochen, das Gesetz über Offshore-Einlagen im Parlament zu ändern, was jedoch nicht geschehen sei, teilte die Agentur mit. Das hat OMV Petrom veranlasst, die Entscheidung über eine Investition in die Exploration der Lagerstätte Neptun Deep im Schwarzen Meer auf 2023 zu verschieben.

Slowenien bereit, Flugabwehrsysteme in die Ukraine zu entsenden

Bild dient nur zur Illustration

Der slowenische Ministerpräsident Janez Jansa hat seine Unterstützung für die Entsendung von S-300-Raketensystemen in die Ukraine erklärt. In einem Interview für die CNN sagte er, dass Raketen in der Ukraine jetzt am dringendsten benötigt würden, fügte jedoch hinzu, dass er nicht damit einverstanden sei, darüber zu sprechen, womit Slowenien die Ukraine unterstützt. Janez Jansa sagte ferner, dass er mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj gesprochen habe, der es für notwendig hält, dass die Ukraine die NATO-Mitgliedschaft aufgibt. Darüber soll ein nationales Referendum entscheiden. „Sie haben eine pragmatische Entscheidung getroffen, denn nachdem sie im Krieg gesiegt haben, denke ich, dass die NATO es wollen wird, dass sie beitreten. Wenn sie diesen Krieg gewinnen, wird die ukrainische Armee eine der stärksten, wenn nicht sogar die stärkste Armee in Europa sein.“ , fügte der slowenische Ministerpräsident hinzu.

Daten aus Volkszählung in Nordmazedonien in Frage gestellt

Die größte Oppositionspartei in Nordmazedonien, VMRO-DPMNE, hat die Glaubwürdigkeit der offiziellen Volkszählungsdaten in Frage gestellt. Es wurde darauf hingewiesen, dass bei 7,2% der Einwohner die ethnische Zugehörigkeit unklar sei und von Amtswegen zugeordnet wurde. Khalil Snopce, ein Abgeordneter der oppositionellen Allianz der Albaner, behauptet, mehr als 132.000 Mazedonier seien vor Ort nicht gezählt worden. Er bezweifelt auch die Glaubwürdigkeit der Angabe, dass 260.000 als „im Ausland lebende Bürger“ registriert wurden. Die Nichtregierungsorganisation der Roma, Avaya, ließ verlauten, dass sie die veröffentlichten Daten nicht anerkennen werde.Die nationale Koordinierungsstelle für die Volkszählung der Türken in Nordmazedonien und die Demokratische Partei der Türken in Nordmazedonien erkennen die Zählmethode ebenfalls nicht an und akzeptieren die veröffentlichten Zahlen und Prozentsätze nicht, berichtete Telma TV.

Ukrainische Diplomaten in Belgrad fordern Entfernung des Zeichens Z

Die ukrainische Botschaft in Serbien hat die Regierung in Belgrad gebeten, den Buchstaben „Z“ von öffentlichen Plätzen in der Hauptstadt zu entfernen, weil es Tod und Völkermord für die Ukrainer in der Ukraine bedeutet, berichtete BTA. Die diplomatische Mission forderte die serbische Regierung auf, sich auf die Seite des ukrainischen Volkes zu stellen. „Wir machen noch einmal alle Vertreter der serbischen Macht darauf aufmerksam, dass der Buchstabe „Z“, der auf Fassaden, Autos und sogar auf dem Panzer vor dem Nationalstadion geschrieben steht, „Töte Ukrainer!“ bedeutet.“Der serbische Innenminister Aleksandar Vulin äußerte sich "überrascht über das Verhalten der ukrainischen Botschaft" und sagte, dass er solche Symbole in Serbien nicht gesehen habe.

Bursa ist Kulturhauptstadt der türkischsprachigen Welt für 2022

Die mit Auswanderern aus Bulgarien und dem Balkan bewohnte Stadt Bursa in der Türkei wurde  zur Kulturhauptstadt der türkischsprachigen Welt 2022 erklärt. Die Initiative gehört zur Internationalen Organisation für kulturelle Zusammenarbeit türkischsprachiger Länder und Gemeinschaften TURKSOY, der Turkmenistan, Usbekistan und Gemeinden aus Bulgarien, Nordmazedonien und Moldawien angehören.Die Zeremonie umfasste eine beeindruckende Show von Athleten aus verschiedenen Ländern, ein Konzert von Tanzgruppen, Auftritte der Ottoman Mechter Brass Band und Vorführungen von Bräuchen und Handwerk. Der ehemalige türkische Ministerpräsident Binali Yıldırım, Vorsitzender des Rats der Weisen bei TURKSOY, hat 300 Millionen türkischsprachige Menschen auf der ganzen Welt aufgerufen, sich zu vereinen und zusammenzuarbeiten.Im Laufe des Jahres wird Bursa Gastgeber der World Nomad Games, des Korkut Ata Turkic Film Festival und des Turquoise Music Competition sein.

Redaktion: Iwo Iwanow

Übersetzung: Georgetta Janewa

Fotos: blackseaog.com, Archiv, BGNES

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