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Zollfreie ukrainische Importe gefährden bulgarische Produzenten

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Eine europäische Richtlinie über zollfreie Einfuhren aus der Ukraine könnte die bulgarische Produktion, die ihre Selbstkosten aufgrund der gestiegenen Preise für Kraftstoffe und Düngemittel drastisch erhöht hat, vom Markt verdrängen. Vertreter von Branchenverbänden warnen, dass das negative Auswirkungen auf große bulgarische Getreideproduzenten haben und zu Insolvenzen kleinerer Betriebe führen könne.
Allein im Bezirk Dobritsch wurden in diesem Jahr etwa 130.000 Hektar mit Weizen bestellt. Die erwarteten Durchschnittserträge liegen zwischen 550 und 600 Kilogramm pro Hektar. 
Mit Weizenexporten in über 30 Länder habe Bulgarien 2021 weltweit den 11. Platz belegt, wobei Weizen fast 20 % der gesamten Agrarexporte Bulgariens ausgemacht haben, informiert das Landwirtschaftsministerium.