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Ausländische Naturliebhaber kommen für Pferdetouren und Bergwanderungen nach Bulgarien

Bulgarien - ein Eldorado für Hobbyornithologen

Foto: „Berge und Menschen“

Eine Zunahme der Zahl der Gäste, die nicht zum Badeurlaub an der bulgarischen Schwarzmeerküste kommen, sondern um ein Abenteuer in der Natur zu erleben, verzeichnen die bulgarischen Reiseveranstalter. Zwar sei das Niveau von vor 2019 noch nicht erreicht, aber das Interesse sei groß, obwohl es kaum eine nennenswerte Werbung für den bulgarischen Tourismus im Ausland gebe, behauptet der Vorsitzende des Verbandes der Bergführer in Bulgarien „Berge und Menschen“, Ljubomir Popjordanow.

Im Juli habe Bulgarien zum ersten Mal an einer der führenden Vogelausstellungen in Großbritannien teilgenommen. Dabei gehören die ornithologischen Touren zu den elitärsten und teuersten Reisen der Welt, informiert der Experte. In dieser Hinsicht sei Bulgarien ein wahres Eldorado, da auf unserem Territorium über 400 Vogelarten beobachtet werden können, was fast die Hälfte der gefiederten Arten ausmacht, die auf dem alten Kontinent leben. Naturliebhaber und Abenteurer begeben sich auf verschiedenen Routen, um Vögel, wilde Orchideen oder Libellen zu beobachten. Andere besuchen ethnographische Dörfer, zeigen Interesse an der bunten bulgarischen Folklore oder der traditionellen Küche. Beliebt seien auch die Weintouren. Die Palette an Angeboten sei reichhaltig. Besonders beliebt in diesem Jahr seien die Pferdetouren im Balkangebirge und in den Rhodopen, aber auch die Fahrradtoren, informiert Ljubomir Popjordanow.


Die bekannteste und beliebteste Art des Tourismus unter den ausländischen Abenteurern sei die Bergwanderung, die besonders von Schweizern, Deutschen, Franzosen, Spaniern und Engländer bevorzugt werde. Nach der Covid-Pandemie hätten sich diese Touristen deutlich aktiviert.

„Diese Art Reisen werden stark von den Hotelpreisen beeinflusst. Aufgrund der Wirtschaftskrise und des Ukraine-Krieges ändern sich die Hotelpreise aber jeden Monat und das bringt die Reiseveranstalter in eine äußerst schwierige Situation“, bedauert Ljubomir Popjordanow und fügt hinzu, dass es in unserem Land derzeit einen großen Bedarf an Bergführern gebe.


Das mittlere Balkangebirge, Rila und Pirin sind die am besten erschlossenen bulgarischen Gebirge für Bergwanderungen

Es gibt gut markierte Wanderwege und ein Netz von Berg- und Schutzhütten. Mit Hilfe von Geländewagen und Karten können sich Ausländer leicht auch allein zurechtfinden. Deshalb wachse die Zahl der Individualtouristen in unserem Land. Die meisten wenden sich jedoch an lokalen Reiseveranstaltern, um Unterstützung zu erhalten, und kommen mit organisierten Gruppen hierher. Einer der Gründe ist, dass die meisten touristischen Informationen in unserem Land auf Kyrillisch sind. Wer kein Bulgarisch spricht, habe es sehr schwer, sich zurechtzufinden. Ljubomir Popjordanow weist auch auf eine andere Kategorie von Abenteurern hin.

„Das sind die Individualreisenden, die Pakete für organisierte Touren im eigenen Land von Reiseveranstaltern kaufen, die mit bulgarischen Reisebüros kooperieren. Sie buchen keine Reiseführer“, informiert Ljubomir Popjordanow. „Wenn diese Touristen auf dem Flughafen ankommen, bekommen sie das Paket von Dokumenten ausgehändigt und können ihren Aufenthalt entsprechend ihrer Interessen und Wünsche allein planen“, erklärt der Tourismusexperte und plädiert für mehr spezialisierte Werbung für grünen und nachhaltigen Tourismus, kulinarische Touren und Abenteuer in der Natur.

Übersetzung: Georgetta Janewa

Fotos: „Berge und Menschen“

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