„Te Deum Adoramus“ feiert 20jähriges Bühnenjubiläum

Autor:
Foto: Privatarchiv

Am 22. April begeht das Kammerensemble „Te Deum Adoramus“ sein 20jähriges Bühnenjubiläum. Aus diesem Anlass gibt die Damenformation ein Konzert in der Aula der Sofioter Universität „Hl. Kliment von Ochrid“.

Die Dirigentin Teodora Dimitrowa hat im Laufe langer Jahre mit dem Rundfunkkinderchor zusammengearbeitet. Danach hat sie ihren Traum von einer eigenen Formation verwirklicht, in der junge Damen aus dem einstigen Rundfunkkinderchor singen. Während seines mittlerweile 20jährigen Bestehens hat sich das Kammerensemble ein sehr anspruchsvolles und abwechslungsreiches Repertoire erarbeitet. Auf unsere Frage, welche die wohl wichtigsten Meilensteine des Ensembles sind, meinte seine Dirigentin Teodorwa Dimitrowa:

Eigentlich ist alles, was in dieser Zeit passiert ist, wichtig. Einen besonderen Stellenwert haben für uns aber die Wettbewerbe. Sie prägen das Kollektiv, heben unser Niveau, steigern die Popularität des Chores und halten uns stets auf dem Laufenden. Dort will man sich von seiner besten Seite zeigen. An solchen Foren bekommt man Interessantes zu sehen. Die Chorkunst hat in Europa, Amerika und auch in Nahen Osten nie aufgehört sich zu entwickeln und das zeigt sich bei den Wettbewerben. Wichtig für uns ist außerdem unser Repertoire – es ist reichhaltig, interessant und umfasst Werke aus unterschiedlichen Stilrichtungen. Wir interpretieren auch moderne Musik, wobei einige Stücke speziell für unsere Formation komponiert wurden. Eines davon werden wir auf unserem Konzert am 22. April in der Aula der Sofioter Universität „Hl. Kliment von Ochrid“ vortragen. Sein Autor ist der irische Komponist Stephen Gardner. Er hat es speziell für unser 20jähriges Jubiläum nach Versen von Axinia Michajlowa geschrieben und es „Innocent“ (Unschuldig) genannt. Es steht ebenfalls auf unserem Konzertprogramm. Wir hatten auch eine sehr fruchtbare Zusammenarbeit mit Akademiemitglied Nikolai Kaufman. Wir haben in all den Jahren viele Lieder dieses Komponisten gesungen und eine CD mit Werken von ihm eingespielt. Auch haben wir ihm Konzerte zu seinem 80. und 90. Geburtstag gewidmet. Wir unterhalten auch sehr gute professionelle Beziehungen zu Chören in den Niederlanden, die die bulgarische Folklore schätzen. Wir hatten ein Projekt mit Jazz und Popmusik, haben eine CD mit orthodoxen Gesängen herausgebracht. Nicht zu vergessen auch die Lieder von Dorbi Christow. Und so haben alle Aufnahmen, jedes Konzert, jede Beteiligung an einem Wettbewerb oder Festival ihren ganz eigenen Stellenwert und tragen zur weiteren Entwicklung unseres Kammerensembles bei“, sagt die Dirigentin von „Te Deum Adoramus“.


Von Teodora Dimitrowa erfahren wir, was der Frauenchor während seines Jubiläumskonzerts dem Publikum präsentieren wird.

Wir werden Werke vortragen, die für unser Ensemble emblematisch sind und die zu unseren Lieblingswerken gehören wie beispielsweise „Adoramus te Christe“ von Orlando di Lasso, „Laulusild“ von Veljo Tormis, Miserere von Eva Ugalde und viele Lieder bulgarischer Komponisten“, sagt Teodora Dimitrowa.

„Te Deum Adoramus“ arbeitet derzeit an einem Album mit jüdischen Liedern von Nikolai Kaufman. Die Aufnahmen werden im BNR gemacht. Im Herbst steht dem Kammerensemble auch eine Reihe von Auftritten in Europa bevor.

Übersetzung: Rossiza Radulowa

mehr aus dieser Rubrik…

Dobrin Panjotow über das Rundfunkvolksmusikorchester – mit Liebe, Dankbarkeit und Bewunderung

Das Volksmusikorchester des Bulgarischen Nationalen Rundfunks gibt heute Abend erneut ein Konzert mit einem höchst interessanten Programm. Es ist Dobrin Panajotow gewidmet, der es von 1978 bis 1986 und von 1988 bis 1990 geleitet hat, woraufhin er..

veröffentlicht am 23.11.17 um 12:15

Angel Dobrew: Der Klang der Fiedel dringt am tiefsten in die menschliche Seele ein

Angel Dobrew gehört zu den zeitgenössischen Folklorekünstlern Bulgariens. Der Fiedel, eines der wichtigsten Instrumente der bulgarischen Volksmusik, hat er sein Leben gewidmet – sie ist seine große Liebe und sein Beruf. Dobrew ist jedoch nicht..

veröffentlicht am 18.11.17 um 12:20
Boris Petrow auf der Bühne des Festivals „Jazz Fest Russe“

Drei Abende Jazz an der Donau

Heute wird in der schönen bulgarischen Donaustadt Russe die 42. Ausgabe des Festivals „Jazz Fest Russe“ eröffnet. Es handelt sich um das älteste Jazz-Forum in Bulgarien, gegründet 1978 vom unvergessenen Petar Petrow – Partscheto. Seit seinem Tode..

veröffentlicht am 16.11.17 um 13:07