Blickpunkt Balkan

Stratfor: Mazedonien schafft den Durchbruch auf dem Balkan

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Mazedonien hat den Durchbruch zur Normalisierung der Lage auf dem Balkan geschafft, meint der US-amerikanische Informationsdienst „Stratfor“ und beruft sich dabei auf eine Analyse des früheren US-Botschafters in Belgrad Cameron Munter. Die mazedonische Regierung hat mit der Unterzeichnung des Nachbarschaftsvertrags mit Bulgarien, mit ihrem guten Willen, den Namensstreit mit Griechenland zu regeln und die Zusammenarbeit mit Albanien auszubauen einen Riesenjob zur Verbesserung der Beziehungen mit seinen Nachbarländern geleistet hat, behauptet der Diplomat. Seiner Ansicht nach können die Westbalkanländer ihre Konflikte mit externer Vermittlung lösen. Die Frage sei, ob die europäischen Führungspolitiker das bemerken und sich rechtzeitig einmischen werden, betont Munter in seinem Bericht.


Mogherini: Der Balkan ist nicht der Hinterhof Europas

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Die Spannungen auf dem Balkan sind während des letzten Jahres eskaliert, doch haben es die Länder aus der Region letzten Endes geschafft, ihren Wunsch und ihre Fähigkeit zur EU-Integration zu bezeugen. Das sagte die Hohe Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik Federica Mogherini am Vorabend des EU-Außenministertreffens in Brüssel. Der Balkan ist nicht der Hinterhof Europas, sondern Europa selbst, betonte die EU-Außenbeauftragte und ergänzte, sie würde sich ärgern, wenn die „Freunde vom Balkan“ gesagt bekämen, sie seien „auf dem Weg nach Europa“.


Kosovo hofft auf Aufnahme in die Interpol

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Ende September wird das Exekutivkomitee der Interpol über die Aufnahme Kosovos in die Organisation abstimmen, teilte der kosovarische TV-Sender RTK 2 mit. In diesem Zusammenhang erklärte Kosovos Premier Isa Mustafa, der Beitritt zur Interpol würde nicht von Pristina abhängen, sondern von den Mitgliedsstaaten der Organisation, von denen einige Kosovo immer noch nicht anerkannt haben. Mustafa zeigte sich trotzdem optimistisch, weil für die Aufnahme in die internationale kriminalpolizeiliche Organisation die Unterstützung von zwei Dritteln ihrer Mitglieder nötig ist.


Bosnien und Kroatien streiten wegen Brücke in der Adria

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Bosnien wird Anspruch auf einen Teil der Adria erheben, sollte Kroatien dort eine Autobahnbrücke bauen, die sein Territorium umfährt. Das erklärt der bosnische Minister für zivile Angelegenheiten Adil Osmanović in einem Schreiben an den kroatischen Minister für Verkehr und Infrastruktur Oleg Butković. Bosnien hat über einen Küstenstreifen offenen Zugang zum Adriatischen Meer, der in der Nähe der Halbinsel Peljesac nur 8 km breit ist. Die Küstengewässer gehören jedoch Kroatien. Über bosnisches Territorium führt die E65, die den durch Bosnien unterbrochenen nördlichen und südlichen Teil Kroatiens verbindet, wo sich auch die Hafenstadt Dubrovnik befindet. Zagrebs Idee, Bosnien zu überbrücken, trifft in Sarajevo auf starken Widerstand, weil es auch Verluste an Transitgebühren bedeutet.


Ankara: Kurden kontrollieren 89 Prozent des Drogenmarkts in Europa

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Die kurdische PKK kontrolliere 80 Prozent des Drogenmarkts in Europa und habe in diesem Jahr allein aus der Produktion von Heroin im Norden Iraks Profite in Höhe von 1,5 Milliarden Dollar geschlagen, behauptet ein Bericht der türkischen Polizei. Das in Asien hergestellte Heroin werde in den Westen geschickt, während die synthetische Droge, die in Westeuropa produziert wird, über die Türkei in die arabischen Länder gelange, heißt es weiter in diesem Bericht. Dessen Autoren behaupten, dass Drogengeschäfte die Haupteinnahmequelle der PKK darstellen. Die PKK führt seit 1984 einen bewaffneten Kampf gegen den türkischen Staat und erhebt Anspruch auf Unabhängigkeit oder auf sehr breite Autonomie.

Zusammengestellt von: Stoimen Pawlow
Übersetzung: Rossiza Radulowa

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