Blickpunkt Balkan

Bujar Osmani: Kommunalwahlen sind für Mazedonien ein Test auf dem Weg in die EU

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Mazedonien steht vor einer schweren politischen Krise und die bevorstehenden Kommunalwahlen sind der erste Test für die neue Regierung auf dem Weg der europäischen Integration. Das sagte der mazedonische Vize-Premierminister für europäische Angelegenheiten Bujar Osmani. Die zweijährige politische Krise, die vorgezogenen Parlamentswahlen im Dezember 2016, die Verschiebung der Kommunalwahlen um fast ein halbes Jahr, der Sturm aufs Parlament in Skopje und die Bildung der Koalitionsregierung von Zoran Zaev mit der Unterstützung der drei Albaner-Parteien machen die Bedeutung der Kommunalwahlen extrem groß, meint Bujar Osmani. Die erste Runde der Wahlen ist für den 15. Oktober anberaumt, die zweite – für den 29. Oktober.


Visa-Krise zwischen Türkei und USA kann türkische US-Visum-Kandidaten nach Sofia umleiten

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Infolge der Visa-Krise zwischen der Türkei und den Vereinigten Staaten, bei der die beiden Staaten die Bearbeitung von Visa-Anträgen für das jeweils andere Land einschränkten, könnte laut Reiseveranstaltern eine neue Art von Tourismus entstehen. Obwohl die diplomatischen Vertretungen der USA in der Türkei keine neuen Visa-Anträge von türkischen Staatsbürgern annehmen, dürfen diese außerhalb der Türkei laut dem US-Botschafter in Ankara John Bass (im Bild) das immer noch tun. Das könnte türkische Kandidaten für ein US-Visum nach den diplomatischen Vertretungen der Vereinigten Staaten in Bulgarien, Aserbaidschan, Georgien oder anderen Nachbarländern der Türkei umleiten, obwohl der Preis eines in einem Drittstaat erstellten Visums höher ist, kommentieren Reiseveranstalter.


413.000 Bulgaren und Rumänen leben in Großbritannien

Foto: express.co.uk

Nach Angaben der offiziellen Statistikbehörde Großbritanniens ist die Zahl der gegenwärtig auf der Insel lebenden Bulgaren und Rumänen im Vergleich zu 2014 um etwa 80% auf 413.000 gestiegen. Der Großteil der Bulgaren und Rumänen sind in den Sektoren Einzelhandel, Baugewerbe, Hotellerie und Gastgewerbe beschäftigt, während 18% der Bulgaren im Finanzsektor arbeiten. Die Zahl der in Bulgarien und Rumänien lebenden Briten ist etwa 6.200, geht aus den Angaben der offiziellen Statistikbehörde Großbritanniens ferner hervor.


Landesweiter Streik der staatlichen Krankenhäuser in Griechenland

Foto: BGNES

Ärzte griechischer staatlicher Krankenhäuser sind am Mittwoch in einen landesweiten 24-stündigen Streik getreten. In Athen dauerte der Streik 4 Stunden. Die Ärzte bestehen auf mehr Mittel für die staatlichen Krankenhäuser, denn nach ihnen sei die Lage des Gesundheitswesens in Griechenland kritisch. Die Gewerkschaften fordern auch mehr Ärztejobs und zusätzliche Subventionen für die medizinischen Zentren auf den Inseln, denn die entlegenen Inseln seien wegen der geringen Bezahlung der Ärzte praktisch ohne Gesundheitsversorgung.


Kinderärzte in Serbien besorgt über Rückgang der Zahl der geimpften Kinder

Foto: novosti.rs

Die Kinderärzte in Serbien sind besorgt über den Rückgang der Zahl der Kinder, die den obligatorischen Impfungen im Land unterzogen werden. Deswegen fordern sie alle zuständigen staatlichen Behörden dazu auf, einen nationalen Plan zur Bekämpfung der Auswirkungen der Anti-Impfstoff-Propaganda zu erstellen. Die Kinderärzte appellieren auch an die Medien, objektiv über die Vorteile und die positiven Auswirkungen der Impfungen zu berichten und Sensationen und unverifizierte Informationen zu vermeiden.


Präsident Hashim Thaci schloss sich der ersten Gay Pride im Kosovo an

Foto: twitter.com/HashimThaciRKS

Im Zentrum der Hauptstadt Pristina ist am Dienstag die erste Gay Pride im Kosovo abgehalten worden. Den laut Medienberichten 300 Teilnehmern haben sich auch der Präsident des Kosovo, Hashim Thaci, sowie die EU-Integrationsministerin Dhurata Hoxha und etliche westliche Diplomaten angeschlossen. Während der Gay Pride sagte der kosovarische Präsident, dass „alle Gemeinschaften im Lande gleichberechtigt sind“. LGBT-Aktivisten im jüngsten Staat Europas wiesen jedoch darauf hin, dass der Kosovo laut einer internationalen Forschung das homophobste Land auf dem Balkan sei.

Zusammengestellt von: Miglena Iwanowa
Übersetzung und Redaktion: Mihail Dimitrov

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