Die atemberaubende Zirkusshow von Entscho Kerjasow

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Vorhang auf für die spektakuläre Akrobatik-, Musik- und Lichtshow des weltbekannten Gleichgewichtskünstlers Entscho Kerjasow! Am 17. März kommt das Publikum in der hauptstädtischen Halle „Arena Armeez“ in den Genuss der siebenten Ausgabe seiner Zirkusvorstellung „Nacht der Stars“. Daran beteiligen sich Künstler von Weltrang, die zahlreiche renommierte Zirkuspreise erhalten haben und im Guinnessbuch der Rekorde stehen.

In der Nacht der Stars vollbringen Motorrad-Artisten Saltos in zehn Metern Höhe; die Akrobatin Robin Valencia lässt sich als lebende Kanonenkugel mit ihrer Kanone in 40 Metern Höhe schießen; die Akrobaten Ives und Ambra bieten unter der Zirkuskuppel einen von Liebe, Leidenschaft und Erotik geprägten Tanz; der Lufftänzer Axel Mitchell zeigt waghalsige Kunststücke; David Shiner wird als Clown für Unterhaltung sorgen und der bekannte bulgarische Schauspieler Christo Mutaftschiew lässt sich vom modernen Wilhelm Tell einen Apfel vom Kopf schießen.

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СнимкаChristo Mutaftschiew lässt sich einen Apfel auf den Kopf setzen und vom Armbrust-Schützen Freddy Nock aus einer Entfernung von 20 Metern abschießen. Freddy Nock ist ein Extrem-Artist aus der Schweiz. Der Hochseilakrobat balancierte zwischen zwei Berggipfeln auf 3.500 Metern ungesichert über ein Kunststoffseil und erhielt dafür den Titel „Höchster Seillauf“. Er hat bereits sechs Einträge im Guinnessbuch der Rekorde. Freddy Nock wird eine sehr interessante und riskante Luftakrobatik vorführen. Buchstäblich unter der Kuppel der Halle „Arena Armeez“ wird über ein Seil balancieren, in der Mitte halten und sich auf einen Stuhl stellen“, erzählt Entscho Kerjasow.

Der russische Skater Grigoriy Lobko wird über einen elf Meter hohen Turm fliegen und mit einem Dreifach-Rückwärts-Salto versuchen, einen neuen Weltrekord aufzustellen.

2007 wurde Entscho Kerjasow beim 31. Zirkusfestival von Monte Carlo mit dem „Silberner Clown“ ausgezeichnet. Mit diesem Preis konnte er sich später einen Traum erfüllen – ein Engagement beim deutschen „Circus Roncalli“. Entscho Kerjasow entstammt allerdings keiner Familie aus Zirkuskünstlern. Als Kind befasste er sich mit Akrobatik. Als 16-Jähriger schloss er sich bei der Jockey-Reitertruppe „Romanovi“ dem Zirkus an und tourte jahrelang durch Europa. Seine eigentliche Berufung fand er jedoch in der Equilibristik. Vielleicht liegt das auch daran, weil er sich eigenen Aussagen zufolge auf den Händen sicherer fühlt als auf den Beinen. Natürlich stellt er sich auch während der Show in Sofia mit einer Equilibristik-Nummer vor.

Das Besondere in diesem Jahr wird mein Auftritt mit Anatoly Zalevsky und Oleg Izossimov sein“, erzählt Entscho Kerjasow. „In der ganzen Geschichte des Zirkusfestivals von Monte Carlo haben nur drei Equilibristik-Künstler diesen Preis gewonnen und das sind Oleg, Anatoly und ich. Also betreten wir als die drei größten Konkurrenten die Manege, um eine gemeinsame Equilibristik-Nummer zu bieten. Wir sind nie zusammen auf einer Bühne gewesen, ja wir hatten uns bislang nie persönlich getroffen. Deshalb ist unsere Performance etwas ganz Besonderes – nicht nur für die Zirkusliebhaber in Bulgarien, sondern weltweit“, sagt Entscho Kerjasow.

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Auf die Frage, was das bislang Extremste war, was er gemacht hat, meinte er:

Das Extremste, was ich bisher gemacht habe, war ein Handstand am Rande der Niagarafälle. Es ist sehr schwierig, sich über dem Wasser, das in ständiger Bewegung ist, zu konzentrieren. Das liegt daran, dass es nichts gibt, worauf man sich fokussieren kann, um die Balance zu halten. Aus diesem Grund ist diese Übung extrem gefährlich. Aber ich mag Herausforderungen dieser Art. Den Handstand an den Niagarafällen habe ich gemacht, um mich selbst zu überwinden und mit zu beweisen, dass ich meinen Körper voll unter Kontrolle habe und mich von der Höhe und dem Wasser abstrahieren kann.

Die Show „Nacht der Stars“ ist Teil der Wohltätigkeitsinitiativen der Stiftung „Entscho Kerjasow“ in Unterstützung begabter Kinder. Während der diesjährigen Show wird der Künstler Stipendien und Preise in drei Kategorien verteilen – Kunst, Bildung und Sport.

Übersetzung: Rossiza Radulowa

Fotos: Privatarchiv

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