Blickpunkt Balkan

Auch nach dem bulgarischen EU-Ratsvorsitz wird der Westbalkan der EU nicht näher sein

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Die Beziehungen zwischen Kosovo und Serbien verlaufen einer schmalen Gratlinie entlang, auf der jeder seine Kraft demonstrieren kann“, unterstreicht Krassimir Uzunow, Geschäftsführer und Inhaber der privaten bulgarischen Nachrichtenagentur "Focus".
Auf die Beziehungen zwischen den einzelnen Balkanstaaten drücken auch die Beziehungen zu den Großmächten ihren Stempel auf,“ kommentiert Uzunow. Der Westbalkan sei nahe dem Siedepunkt und wie lange das so sein werde, könne niemand sagen, so Uzunow. Es sei auch nicht sicher, ob auf dem Gipfel am 17. Mai in Sofia vor dem Hintergrund der „erweiterungsmüden EU“ ein Erfolg erzielt werden könne. Am Ende des bulgarischen EU-Ratsvorsitzes werde der Westbalkan der Aufnahme in die EU nicht näher gerückt sein, so der Focus-Chef. Auch der serbische Präsident Alexander Vucic kommentierte, dass er vom Treffen in Sofia nicht allzu gute Nachrichten für Serbien erwarte.


Baustart für türkisches Atomkraftwerk

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Die Präsidenten der Türkei und Russlands, Recep Tayyip Erdogan und Wladimir Putin, gaben den Start für den Bau des ersten türkischen Atomkraftwerks Akkuyu. Es soll 2023 zum 100. Bestehen der Türkischen Republik fertiggestellt sein. Das AKW, dass beim russischen Energiegiganten "Rosatom" in Auftrag gegeben wurde, soll vier Reaktoren mit einer Kapazität von je 1200 MW haben und mindestens 10% des türkischen Energiebedarfs decken. Die Baukosten werden auf ca. 20 Milliarden US-Dollar veranschlagt.


EU-Delegation will Visafreiheit für türkische Bürger erörtern

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Eine EU-Delegation soll in der Türkei im April die Liberalisierung des Visa-Regimes für türkische Staatsbürger erörtern, meldete die anatolische Nachrichtenagentur. Ankara soll der Europäischen Kommission die nötigen Unterlagen für den visafreien Verkehr türkischer Staatsbürger im Schengenraum vorgelegt haben. Die Liberalisierung des Visa-Regimes war eine der Bedingungen bei der Unterzeichnung des Flüchtlingsabkommens mit der Türkei 2016, der die EU zugestimmt habe.


Europäische Kommission gewährt Griechenland weitere 180 Mio. Euro für Flüchtlinge

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Die Europäische Kommission hat für Flüchtlingsprojekte in Griechenland weitere 180 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Bisher hat die EU 41.000 Flüchtlingen in Griechenland geholfen, Wohnungen zu finden. Athen hat für die Flüchtlinge bisher insgesamt 1,5 Millionen Euro aus dem EU-Haushalt bekommen. Die EU-Kommission ist der Ansicht, dass die Überweisung von Geld den Emigranten ein würdiges Dasein ermöglicht und die regionale Wirtschaft unterstützt. 


Premier von Kosovo für vorzeitige Wahlen

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Kosovos Premier Ramush Haradinaj unterstützt die Forderung der Demokratischen Union für Kosovo, vorzeitige Parlamentswahlen durchzuführen. Sollten auch die anderen Parteien der Regierungskoalition dem Vorschlag zustimmen, wird die Allianz für die Zukunft Kosovos ihre Stimme dafür geben. Die Demokratische Union Kosovos appelliert für vorgezogene Parlamentswahlen auf Grund der „tiefgreifenden politischen Krise“ nach der Verhaftung des serbischen Politikers Marko Djuric in Kosovska Mitrovica und die Auslieferung von türkischen Gülen-Anhängern an die Türkei.


Slowenien sucht 5000 Arbeitskräfte für Tourismusbranche

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Slowenien, dass einen weiteren Wachstum im Tourismus erwartet, klagt über Arbeitskräftemangel in der Branche. 5000 Kellner, Köche und Zimmermädchen sollen deshalb aus benachbarten Ländern rekrutiert werden. Der slowenische Tourismus verbucht das vierte Jahr in Folge positive Wachstumsraten. 2017 wurde das Balkanland von 4,7 Millionen Touristen besucht. Die Arbeitnehmer vor Ort sind überlastet und klagen über zu niedrige Löhne.

Zusammengestellt: Miglena Iwanowa

Übersetzung: Georgetta Janewa

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