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Covid-19 in Bulgarien: Tag 434

Foto: EPA/BGNES

Wissenschaftsakademie wird bulgarischen Corona-Impfstoff im Herbst vorstellen

Der bulgarische Impfstoff gegen Covid-19 soll auf einem internationalen Wissenschaftskongress in diesem Herbst vorgestellt werden, informierte Prof. Andrej Tschobanow von der Bulgarischen Akademie der Wissenschaften. Der Impfstoff soll in Mundhöhle und Rachen appliziert und wie bei einer herkömmlichen Impfung gespritzt werden können. Einige Länder hätten bereits Interesse am bulgarischen Impfstoff gezeigt, was von den bulgarischen Institutionen nicht behauptet werden könne, klagt der Wissenschaftler. „Wir haben uns daran gewöhnt, dass die heimische Wissenschaft stiefmütterlich behandelt wird“, kommentierte Prof. Tschobanow. Er versicherte, dass jene, die die Krankheit überwunden haben, bzw. geimpft sind, zum größten Teil den Virus nicht weiterverbreiten; daher bräuchten sie auch keine Atemschutzmasken zu tragen. Seiner Ansicht nach würden jene, die im März und April vergangenen Jahres an Corona erkrankt waren, eine zureichende Immunität besitzen.

Auch an diesem Wochenende stehen „grüne Korridore“ offen

Die sogenannten „grünen Korridore“ für impfwillige Bürger, die ohne Voranmeldung geimpft werden können, arbeiten auch an diesem Wochenende. In der kommenden Woche wird über sie der neue Gesundheitsminister der Übergangsregierung entscheiden, sagte dem Fernsehsender bTV gegenüber Prof. Assen Baltow, Direktor des hauptstädtischen Unfallkrankenhauses „Pirogow“. Seiner Ansicht nach müsse die Möglichkeit einer freien Impfung gegen das Coronavirus weiter bestehen bleiben. Bisher hätten nahezu 45.000 Bürger die „grünen Korridore“ in Anspruch genommen; von ihnen erhielten 16.000 eine zweite Impfung. Prof. Baltow äußerte, dass in Erwägung gezogen werde, für die nötigen Bedingungen zu sorgen, damit die Hausärzte auch Bürger impfen können, die nicht zu ihren Patienten gehören. Der Medizinexperte ist der Ansicht, dass bis zum Juni eine Herdenimmunität erreicht werden wird.

Zahl der Krankenhauspatienten unter 5.000 gesunken

In den vergangenen 24 Stunden wurden nach 14.126 durchgeführten Corona-Tests (PCR- und Antigen-Tests) 518 neue Covid-19-Fälle registriert, die 3,7 Prozent der Tests ausmachen, weisen die Angaben des Nationalen Informationsportals über die Verbreitung der Corona-Seuche aus.

Die meisten Neuinfektionen wurden in Sofia (62), Warna (42), Blagoewgrad (41) und Plowdiw (39) diagnostiziert.

Die Zahl der stationär behandelten Corona-Patienten ist zum ersten Mal seit Ausbruch der dritten Covid-19-Welle auf unter 5.000 gesunken und beträgt 4.832; auf Intensivstationen befinden sich 504 Patienten.

Im Verlauf des vergangenen Tages sind 49 Patienten an den Folgen der Erkrankung gestorben; 1.991 Patienten konnten als genesen entlassen werden. Die Zahl der aktiven Fälle beläuft sich momentan auf 34.602.

Seit Beginn der Corona-Impfung haben sich in Bulgarien etwas mehr als 1.1 Millionen Bürger impfen lassen; allein am vergangenen Tag waren es 33.237; eine zweite Impfdosis haben 409.394 Bürger erhalten.

Indische Corona-Mutation kann bald Bulgarien erreichen

Die indische Mutation des Coronavirus wird in wenigen Tagen nach Bulgarien kommen, prognostizierte in einem Interview für den Fernsehsender Nova TV der Allgemeinarzt Dr. Georgi Mindow. Das Krankheitsbild der indischen Corona-Mutation würde sich nicht von dem anderer Covid-19-Viren unterschieden; es seien aber mit schweren Folgen vor allem für die Lunge des Erkrankten zu rechnen. Die Europäische Arzneimittel-Agentur verlautbarte, dass die DNA-Impfstoffe auch gegen diese Corona-Mutation wirksam seien.

Probleme bei der Ausstellung von Corona-Impfbescheinigungen

Dutzende Bürger, die eine zweite Impfdosis gegen Covid-19 erhalten haben, haben Probleme bei der Ausstellung einer Corona-Impfbescheinigung, informierte das Bulgarische Nationale Fernsehen. Das Problem liege darin, dass das System nicht jene Bürger identifizieren könne, bei denen die erste und die zweite Impfung mit Impfstoffen verschiedener Firmen vorgenommen worden sei. Vor einem Monat hatte der damalige Gesundheitsminister Prof. Kostadin Angelow den Vorschlag unterbreitet, dass die Bürger, die im ersten Impfgang mit dem Impfstoff von „AstraZeneca“ geimpft wurden, sich im zweiten Impfgang auch mit dem von „Pfizer/BioNTech“ impfen lasen können.

Weitere wichtige Informationen zu Covid-19 in bulgarischer Sprache und in 9 Fremdsprachen finden auf der Internetseite von Radio Bulgarien in unserer Spezialrubrik COVID-19.

Zusammengestellt: Diana Zankowa

Übersetzung und Redaktion: Wladimir Wladimirow


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